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Tuesday, 09. May 2017 09.05.17 17:19 Alter: 103 days

Auszeichnung für anderskompetent


Betriebliche Gesundheitsförderung BGF Auszeichnung 2017

Gruppenaufnahme 6 Personen / Auszeichnung BGF-Preis

 Bildrechte liegt beim ÖNBGF

von li nach re: Alexander Heider (AK Wien, Leiter der Abteilung Sicherheit, Gesundheit und Arbeit), Andreas Huss (Obmann der SGKK), Kotrba Isabel (Projektleiterin anderskompetent), Mag.a Ernestine Harrer (GF anderskompetent) , Christian Hunklinger (BR oberrainanderskompetent), MMag.a Petra Streithofer (AK Wien) und Mag. Stefan Baumgartner (SGKK, Abteilung Gesundheitsförderung)

 

Das Salzburger Unternehmen anderskompetent erhielt den Sonderpreis der Arbeiterkammer

Über eine ganz besondere Auszeichnung darf sich das Salzburger Unternehmen „anderskompetent“ freuen: Es wurde vom Österreichischen Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung für sein vorbildliches Gesundheitsmanagement geehrt.

Alle drei Jahre werden vom Österreichischen Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung Unternehmen ausgezeichnet, die sich besonders um betriebliche Gesundheitsförderung bemühen. Darunter auch ein Sonderpreis, den die Bundesarbeitskammer vergibt: Diese Auszeichnung heimste diesmal das Salzburger Unternehmen „anderskompetent“ ein: „Denn diese Firma betreibt nicht nur aktives Gesundheitsmanagement auf allen Ebenen“, begründet AK Präsident Siegfried Pichler die Preisvergabe, „sondern ist für Menschen mit Beeinträchtigung sowohl Arbeitsplatz als auch Integrationsort und übernimmt damit einen immens wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe.“

Gesundheit der Beschäftigten wird wichtiger

Das Bewusstsein für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) steigt. Bereits 415.715 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich profitieren von Maßnahmen, die die Gesundheit der Beschäftigten erhalten und fördern. Besondere Verdienste rund um dieses Thema werden belohnt: Alle drei Jahre vergibt das „Österreichische Netzwerk BGF“ Auszeichnungen für nachhaltige und innovative Gesundheits-Aktivitäten heimischer Firmen. Eine eigene Kategorie in diesem Rahmen ist der BGF-Sonderpreis der Bundesarbeitskammer – und der ging gestern, am 4. Mai 2017, an das Salzburger Unternehmen „anderskompetent“.

„anderskompetent“ betreibt vier Filialen in Salzburg

Der Integrationsbetrieb mit insgesamt vier Filialen in Unken, Saalfelden sowie zwei Zweigstellen in der Stadt Salzburg bietet seit bald 60 Jahren Menschen mit Beeinträchtigungen Zugang zu Arbeit, einer der wichtigsten Faktoren für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben.

AK Präsident Siegfried Pichler: „Wir haben ganz bewusst diese Firma vorgeschlagen, denn „anderskompetent“ ist sowohl in punkto betrieblicher Gesundheitsförderung, als auch in Sachen Mitbestimmung der Beschäftigten und Integrationsfunktion für Menschen mit Beeinträchtigung ein Vorzeigebetrieb.“

 „Gesundheit geht uns alle an!“

Vertreterinnen und Vertreter der Sozialpartner, Krankenkassen und der Politik sind sich einig: Gesundheit der Beschäftigten geht alle etwas an und bringt auch allen was. So werden körperliche und psychische Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter minimiert. Daraus resultieren nachweislich gesündere Beschäftigte, geringere Fehlzeiten und weniger Fluktuation im Unternehmen.

AK-Sonderpreis: anderskompetent – Ein inklusives Unternehmen

„anderskompetent“ betreibt aktives Gesundheitsmanagement, indem Betriebsrat, Sicherheitsvertrauenspersonen und Führungskräfte Prävention und Gesundheitsförderung gemeinsam praktizieren. „anderskompetent ist darüber hinaus auch ein inklusiver Betrieb im umfassenden Sinn“, sagt AK-Arbeitspsychologin Karin Hagenauer, „er bietet Arbeit für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen mit Beeinträchtigung an. Damit ist anderskompetent für diese Personen nicht nur Arbeits-, sondern auch Integrationsort: Hier gibt es volle Einbeziehung nicht nur in den Arbeitsprozess, sondern auch in alle Belangen, die Interessen der dort Beschäftigten berührt, so auch den Gesundheitsschutz.“ 

Maßnahmen wie regelmäßige Informationsveranstaltungen, Supervision, Mitarbeitergespräche, Mitarbeitertage, Gesundheitstage und –aktivitäten, Job-Rotation, Teamklausur, Teamfrühstück, enge und gute Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt, sind nur einige Beispiele.

BGF-Projektleiterin Isabel Kotrba: „In der ersten Projektphase hat sich anderskompetent auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzentriert, jetzt wird das Projekt immer mehr auf Beschäftigte mit Beeinträchtigung ausgedehnt.“ Wie etwa „Mitarbeiter bewegen Mitarbeiter“: Arbeitnehmer von anderskompetent haben die Ausbildung dazu absolviert und führen die Bewegungsprogramme nun mit beeinträchtigten Kolleginnen und Kollegen durch – das heißt, alle profitieren davon.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei salzburg24.at für den tollen Beitrag

und besonders auch bei der Abeiterkammer!

7. Verleihung des BGF-Preises 2017

24 Betriebe aus ganz Österreich setzen Betriebliche Gesundheitsförderung vorbildhaft um. Sie wurden mit den Preisen für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ausgezeichnet.

BGF-Preisverleihung 2017

Premiere für Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner: Sie eröffnete am 4. Mai 2017 die Verleihung der Preise für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) des österreichischen Netzwerks für BGF. Zum nunmehr siebten Mal fand die Verleihung statt – 24 Betriebe aus ganz Österreich wurden ausgezeichnet. Die beiden nationalen Preisträger 2017 heißen: Leinenweberei Vieböck in der Kategorie Kleinbetriebe sowie Sappi Austria Produktions GmbH & Co KG in der Kategorie Großbetrieb.

Das Bewusstsein für Betriebliche Gesundheitsförderung steigt stetig. 415.715 Mitarbeiter in Österreich profitieren mittlerweile davon. Allein in den vergangenen drei Jahren erhielten 734 Betriebe das BGF-Gütesiegel. Es gibt zahlreiche sehenswerte Umsetzungen und Maßnahmen. Mit dem BGF-Preis 2017 präsentiert das Österreichische Netzwerk BGF die Besten der Besten.

Preis, der für Qualität steht

Die BGF-Preise werden in dreijährigen Zyklen vergeben. Ziel der Auszeichnung ist es, die nachhaltigen und innovativen Aktivitäten in österreichischen Unternehmen im Bereich Betrieblicher Gesundheits­förderung sichtbar zu machen. „Österreich ist in punkto Betrieblicher Gesundheitsförderung im europäischen Vergleich im Spitzenfeld. Das betrifft die umgesetzten Projekte und die damit erreichten Beschäftigten“, zeigt sich Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner erfreut. „Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung sind wichtig und mehrfach wirksam“, unterstreicht Rendi-Wagner, „so werden körperliche und psychische Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter minimiert. Die Gesundheitspotentiale der Beschäftigten werden gestärkt und damit die Basis für gesundes Altern im Unternehmen gelegt.“

OÖGKK-Obmann und Vorsitzender des Ausschusses für Krankenversicherung und Prävention, Albert Maringer, bekräftigt: „Die Zahl der Unternehmen mit hervorragenden BGF-Projekten steigt stetig – in allen Betriebsgrößen und Branchen. Als Koordinationsstelle des Netzwerks-BGF ist die OÖGKK besonders stolz, diese Entwicklung in Österreich so maßgeblich unterstützen zu können. Der BGF-Preis ist die höchste nationale Auszeichnung für Betriebe im Bereich Gesundheitsförderung.“

Auswahl und Kriterien

Nur Unternehmen, die den BGF-Gütesiegel-Prozess erfolgreich absolviert haben, können für den BGF-Preis nominiert werden. Dennoch ist die Bandbreite der prämierten Betriebe 2017 enorm: Das „kleinste“ Unternehmen – mit nur acht Mitarbeitern – ist die Salzburger Tischlerei Schober, der „größte“ ausgezeichnete Betrieb, mit knapp 1.850 Mitarbeitern, der Landesverband des Roten Kreuzes in Oberösterreich.

„Gesundheit geht uns alle etwas an!“, fordert Wirtschaftskammer Österreich-Experte Martin Gleitsmann: „Betriebe, die bei der Gesundheitsförderung Außergewöhnliches leisten, verdienen daher eine große Bühne und vor allem auch ein großes Danke – dafür steht der Preis.“

BGF-Leuchtturm-Projekt

Prämiert werden Unternehmen von allen neun Gebietskrankenkassen sowie von der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) und der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) in zwei Kategorien (Kleinbetriebe und Großbetriebe). Die Auswahl der Betriebe erfolgt auf Basis der fachlichen Einschätzung der Regional- und Servicestellen des Netzwerks BGF sowie auf Basis der Bewertungen der Anträge zum BGF-Gütesiegel. Eine Fachjury ermittelt aus genannten Betrieben die beiden nationalen BGF-Preisträger.

Weiters gibt es jeweils einen Sonderpreis der Bundesarbeitskammer sowie der Wirtschaftskammer gemeinsam mit der SVA der gewerblichen Wirtschaft.

Und so wirkt BGF

Das Spektrum an verhältnis- und verhaltensorientierten Maßnahmen wird immer breiter: Die Maßnahmen betreffen die Bereiche Soziales, Kommunikation, Arbeitsorganisation und ‑abläufe und umfassen Bewegung, Ernährung, psychische Gesundheit und vieles mehr.

Wichtig für die Wirkung von BGF-Maßnahmen ist die Einbindung in die Organisation selbst und die Wahrnehmung von Gesundheit als fester Bestandteil der Unternehmenskultur. „Betriebliche Gesundheitsförderung ist dann wirksam und erfolgreich, wenn sie umfassend in Betrieben verankert und ihre Qualität gesichert ist“, betont Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ). „Für dieses Ziel hat der Fonds Gesundes Österreich das Qualitätsmanagementsystem des Österreichischen Netzwerks BGF mitentwickelt und fördert es zur flächendeckenden Umsetzung im Rahmen einer strategischen Kooperationspartnerschaft für 2017 bis 2019 weiter“, so Ropin. Mit der BGF-Charta, dem BGF-Gütesiegel und dem BGF-Preis wurden attraktive Auszeichnungen auf einheitlicher Qualitätsbasis geschaffen, die Unternehmen einen maßgeblichen Imagegewinn ermöglichen.

„Wir sehen BGF als sinnvolle Ergänzung des ArbeitnehmerInnenschutzes“, unterstreicht Alexander Heider, als Vertreter der Bundesarbeitskammer AK Wien, den Stellenwert von Betrieblicher Gesundheitsförderung, „denn wir sehen, wie wichtig es ist, dass das Thema Gesundheit in der betrieblichen Struktur verankert wird. Dann funktioniert auch die Umsetzung und die Gesundheitsressourcen der Beschäftigten werden nachhaltig gestärkt.“

Alle Seiten profitieren

Unternehmen entscheiden sich aus freien Stücken für Betriebliche Gesundheitsförderung – die Entscheidung dafür wird nicht bereut. Denn aus erfolgreich umgesetzten BGF-Maßnahmen resultieren nachweislich gesündere Mitarbeiter, geringere Fehlzeiten und weniger Fluktuation im Unternehmen. „Der Ausbau der Gesundheitsförderung und Prävention ist ein zentrales Element für ein längeres selbstbestimmtes Leben bei guter Gesundheit. Der Arbeitsplatz spielt dabei eine wichtige Rolle. Gesundheitspolitische Maßnahmen auf betrieblicher Ebene haben die Möglichkeit, auf alle Dimensionen der Gesundheit Einfluss zu nehmen“, so Martin Schaffenrath, stellvertretender Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

In diese Kerbe schlägt auch Andrea Wesenauer, Direktorin der OÖGKK, indem sie bekräftigt und abschließend festhält: „BGF ist eine Win-Win-Win Situation: Die Unternehmen ziehen unerwartet viele Vorteile aus gesunden Teams. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entfalten ihre volle Leistung – jedoch nicht zulasten der eigenen Gesundheit. Und eine soziale Krankenversicherung wie die OÖGKK kann über die Arbeitswelt eine große Anzahl ihrer Versicherten adäquat unterstützen. Der BGF-Preis würdigt Unternehmen, in denen der BGF-Gedanke besonders eindrucksvoll umgesetzt wird“.

http://www.gesundearbeit.at/cms/V02/V02_0.a/1342578155957/home/7-verleihung-des-bgf-preises-2017

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