https://www.anderskompetent.at/wp-content/uploads/2025/12/Titelbild_Erfolgsstory_Sina.jpg375710Tanja Silberberger/wp-content/uploads/2022/10/wohnenanderskompetent.jpgTanja Silberberger2025-12-22 12:13:322025-12-26 14:08:27Erfolgsgeschichten: SinaErfolgsgeschichten
Philipp: Ein Schicksalsschlag kommt selten allein
Philipps Geschichte beginnt unspektakulär: Er wächst gesund und munter auf, lernt Koch, verliebt sich und heiratet. Er wird Papa einer Tochter. Kurz: Er führt ein normales Leben, wie viele andere Menschen auch.
2012 gerät dieses Leben aus den Fugen …
Mit unkontrollierten Zuckungen im linken Arm sowie hartnäckigen Kopfschmerzen geht Philipp zum Arzt. Die Diagnose trifft ihn unvorbereitet und hart: Er hat das Moyamoya-Syndrom – eine seltene Erkrankung, bei der sich Hirnarterien verschließen. Ihm werden zwei Bypässe gesetzt. Dann, fünf Jahre später, tritt eine Hirnblutung auf. 2023 folgt eine Zweite. Philipp überlebt sie knapp.
Die lange Reha hilft ihm zurück ins Leben. Doch sein Gedächtnis lässt ihn im Stich. Er fühlt sich rasch überfordert. Vollzeit zu arbeiten ist nicht mehr möglich. Schweren Herzens gibt er seinen Beruf auf. Die Ehe hält den Belastungen auch nicht stand und scheitert. Philipp und seine Frau trennen sich.
Vorübergehend zieht er zu seiner Oma. Sie unterstützt ihn, so gut sie kann. Doch Hilfe anzunehmen, fällt dem jungen Mann schwer. Er war immer selbstständig. Die neue Abhängigkeit belastet beide und erzeugt Konflikte. Philipp will wieder selbständiger sein und auf eigenen Beinen stehen.
Er sucht sich ein WG-Zimmer in einer privaten, nicht betreuten Wohngemeinschaft und zieht ein. Dort merkt er bald, dass allein zu wohnen nicht automatisch bedeutet, selbstständig zu sein. Philipp fühlt sich einsam. Er verliert den Überblick über seine Finanzen und Behördenwege überfordern ihn.
Irgendwann erkennt er selbst, dass er Hilfe braucht. Zu seiner Oma will er nicht zurück. Er möchte ihr nicht wieder zur Last fallen. Eine Bekannte erzählt ihm von unserem Angebot. Philipp hat Glück, wir haben einen freien Platz.
Seit 1. August wohnt Philipp nun in einer Einzimmerwohnung an unserem Standort in Salzburg. Die anderen Bewohnenden nehmen ihn offen auf. Er genießt es, Teil einer Gemeinschaft zu sein und an den gemeinsamen Wochenend-Aktivitäten ist er gerne dabei.
Langsam fasst Phillip Vertrauen. Er knüpft Kontakte und findet Freunde. Vor allem aber findet er Sicherheit. Jeden Tag ist jemand da. Jemand, der zuhört, wenn er reden möchte. Jemand der hilft, wenn der Alltag zu viel wird. Hier bekommt Philipp die Unterstützung, die er braucht und behält trotzdem seine Selbstständigkeit.
Philipp hat gelernt, dass er nicht alles allein schaffen muss. Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche. Manchmal ist es der erste Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Und: Die Beziehung zu seiner Oma entspannt sich. Sie darf wieder einfach Oma sein. Und Philipp einfach Enkel.
Wie viele Personen passen in diese Kissen-Box? Philipp ist immer zu einem Späßchen aufgelegt.
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