Emil und die Künstler
Draht, Gips, Farbe und jede Menge Kreativität: Zehn Auszubildende vom Campus Oberrain kreierten Figuren aus Erich Kästners Kinderbuch-Klassiker „Emil und die Detektive“.
Gemeinsame Projekte sind mehr als miteinander zu basteln. Sie vermitteln und fördern viele Kompetenzen und sind deswegen ein wichtiger Teil der pädagogischen Arbeit in Oberrain. Projektarbeit ermuntert die Teilnehmenden dazu, bisherige Komfortzonen zu verlassen und Neues auszuprobieren. Im Team müssen sie Kompromisse eingehen und Frustration aushalten. Gleichzeitig erfahren sie, dass es sich lohnt dem Prozess zu vertrauen und an einer Sache dranzubleiben. Ein schöner Nebeneffekt: Häufig entdecken sie neue Talente in sich und finden Gefallen an neuen Aktivitäten.
Dieses Projekt hat Elisabeth Schrattl, Burgverwaltung Fort Kniepass für uns möglich gemacht. Sie lud unsere Jugendlichen dazu ein, an dem grenzüberschreitenden EUREGIO-Projekt zu Erich Kästners Kinderbuch-Klassiker „Emil und die Detektive“ teilzunehmen.
Um bestens vorbereitet zu sein, lasen Sarah, Vanessa, Anna Maria, Lara, Emma, Angelo, Florian, Leonie, Larissa und Johannes zuerst mit unserer Pädagogin im Bildungsprogramm das Buch. Im Workshop beim Fort Kniepass mit Künstler Felix Igler arbeiteten sie danach zwei Halbtage lang motiviert an der Entstehung der Figuren: Sie bogen Draht für die Grundgerüste, umwickelten diese geschickt mit Gips, modellierten Gesichter und Details, und bemalten die Figuren mit viel Geduld. Dabei achteten sie liebevoll auf Details der Charaktere. So entstanden neben der Großmutter auch der kleine Dienstag sowie Emils clevere und hilfsbereite Cousine „Pony Hütchen“ mit ihrem Fahrrad.
Der Workshop machte den jungen Künstlerinnen und Künstlern viel Spaß. Begeistert teilten sie ihre Highlights mit uns: Während Emma das Gestalten der Figuren am meisten Spaß gemacht hat, sind Vanessa und Leonie sich einig, dass der Tag viel schöner ist, wenn man mit bunten Farben malen kann. Sara fand das Gipsen am besten, weil “man sich da auch mal richtig dreckig machen darf”. Und Lara erzählt uns: „Ich habe mich schon auf heute gefreut, weil wir am Mittwoch den kleinen Dienstag fertig machen können!“
Am 22. Juli fand im Bildungszentrum Seeon die Eröffnung der Ausstellung „Es geht um die Kinder. Walter Trier, der Illustrator von Erich Kästners Kinderbüchern“ statt. Unsere Jugendlichen sowie die bayrischen Projektpartner, Schüler der Grundschule Seeon, durften bei der Eröffnung ihre Skulpturen vorstellen. Wer die Figuren selbst bestaunen möchte: Sie können, neben den Illustrationen aus dem Buch, noch bis 11. Oktober 2026 im Rahmen der Ausstellung besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.


























